Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die von mir angewandte tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein wissenschaftlich und von den Krankenkassen anerkanntes Verfahren, das aus der Psychoanalyse abgeleitet ist. Unbewusste seelische Vorgänge, welche durch frühere Erfahrungen, besonders aus der Kindheit, geprägt wurden, beeinflussen stark das aktuelle Erleben und Verhalten eines Menschen. Durch aktuelle Erlebnisse kann ein seit langem bestehender, aber bisher meist gut kompensierter, unbewusster "Grundkonflikt" eines Menschen aufbrechen und sich beispielsweise durch Depressionen oder Ängste äußern.
In der tiefenpsychologisch fundierten Therapie wird versucht, die versteckten Hintergründe des aktuellen Erlebens und Verhaltens gemeinsam mit dem Patienten aufzudecken. Die sich im Laufe der Zeit als "Lösungsversuch" angeeigneten Verhaltensmechanismen, verdrängte Gefühle und die Art der interpersonellen Beziehungen sollen dem Patienten verstehbar gemacht werden, wobei auch die Beziehung Patient-Therapeut von großer Bedeutung ist. So kann die aktuelle Problematik, die einen breiten Raum in der Therapie einnimmt, allmählich vom Patienten in einem anderen Licht gesehen werden und der Patient besser im Alltag zurecht kommen.

Die Therapiesitzungen finden meist einmal wöchentlich statt und dauern 50 Minuten. Die Dauer der Behandlung beträgt Wochen bis Monate. Bei einer Kurzzeittherapie finden 25 Sitzungen statt. Eine Langzeittherapie umfasst in der Regel 50 Sitzungen, die auf 80 verlängert werden können.

Psychotraumatologie

Psychotraumatologie befasst sich mit natürlichen (zum Beispiel: Erdbeben, Unfälle) und vom Menschen hervorgerufenen (zum Beispiel: sexuelle Gewalt, Folter) seelischen und körperlichen Verletzungen, die bei einem Teil der betroffenen Menschen unmittelbare beziehungsweise Langzeitfolgen verursachen im Sinne einer sogenannten "posttraumatischen Belastungsstörung". Dazu können Symptome gehören wie das Wiedererleben von Teilen der belastenden Erinnerung in Form von Gedanken, Bildern und Albträumen, Vermeidung von Reizen, die an das Trauma erinnern, und die Unfähigkeit, wichtige Aspekte des Traumas zu erinnern. Auch Symptome einer Depression oder Angststörung oder eine dissoziative Symptomatik können infolge einer posttraumatischen Belastungsstörung entstehen.

Seit langem liegt ein Schwerpunkt meiner Arbeit auf der Psychotraumatologie (Traumatherapie), wozu ich zahlreiche Fortbildungen, u.a. im Rahmen des Trauma- Curriculums des Trauma Zentrum Berlin und in der Klinik am Waldschlösschen, Dresden absolviert habe. Außerdem nahm ich teil an Ausbildungen in EMDR (EMDR- Institut Deutschland), Screen- Technik (Lutz Besser), IRRT (Prof. M. Smucker) und TRIMB (Ellen Spangenberg). Ich arbeite nach L. Reddemann, M. Huber und J. Peichl (Ego- State- Therapie, Arbeit mit inneren Kindern).

Bei traumatisierten Patienten sind häufig die klassischen psychotherapeutischen Verfahren allein nicht wirksam. Besonders wichtig ist hier die Stabilisierung des Patienten durch Aktivierung von eigenen Ressourcen. Durch verschiedene imaginative Hilfstechniken soll gelernt werden, belastende Erinnerungen in eine ausreichende Distanz zu bekommen. Eine Bearbeitung des Traumas kann mit Hilfe von TRIMB, IRRT, der Screentechnik (Bildschirmtechnik) oder EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) geschehen.

Ich behandele Patienten mit Akuttrauma (akuter posttraumatischer Belastungsreaktion) und mit einfacher und komplexer posttraumatischer Belastungsstörung. Vertraut sind mir auch Patienten mit dissoziativen Störungen bzw. einer Dissoziativen Identitätsstörung, die meistens besonders schwere Traumatisierungen erleiden mussten.

Psychosomatik

Als ehemals somatisch arbeitende Ärztin ist mir die Psychosomatik ein besonderes Anliegen. Psychische Probleme können sich nicht nur durch psychische, sondern manchmal auch durch körperliche Symptome zeigen. Eine psychosomatische Erkrankung (z. B. Asthma bronchiale oder Gastritis) ist eine Erkrankung mit organischer Beeinträchtigung, bei deren Auslösung und Aufrechterhaltung psychische – oft unbewusste- Faktoren eine bedeutsame Rolle spielen können.

Auch Schmerzen, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, können psychosomatisch verursacht sein oder durch psychische Probleme verstärkt werden.

Neben der organmedizinischen Abklärung und Behandlung ist bei psychosomatischen Erkrankungen eine Psychotherapie indiziert. Zusätzlich können noch andere Verfahren wie Entspannungstechniken, Krankengymnastik, Körpertherapien ( wie zum Beispiel Tai Chi oder Konzentrative Bewegungstherapie) oder ein Schmerzbewältigungstraining hilfreich sein.