Vorgespräch

Patient und Therapeut haben bis zu fünf Sitzungen lang Gelegenheit, sich kennen zu lernen. In diesen sogenannten "probatorischen Sitzungen", die von den Krankenkassen ohne formalen Antrag bezahlt werden, sollte geklärt werden, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist und welche Ziele sie haben soll. Wenn sich für eine Therapie entschieden wird, schickt der Therapeut einen Therapieantrag an die Krankenkasse, in dem ein anonymisierter Bericht für den Gutachter enthalten ist. Nach vier bis sechs Wochen ist bei positivem Ausfall des Gutachtens mit einer Kostenübernahmeerklärung der Kasse zu rechnen, und die Therapie kann begonnen werden.

Datenschutz

In der Psychotherapie sind Sie durch die Schweigepflicht des Therapeuten (§ 203 Strafgesetzbuch) geschützt. Inhalte der Therapie dürfen vom Therapeuten nicht ohne Erlaubnis des Patienten an andere Personen oder Institutionen weitergegeben werden. Die Krankenkasse erfährt in dem Antrag für Psychotherapie lediglich eine allgemein gehaltene Diagnose.

Kosten

Wenn Sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, können Sie mit Ihrer Chipkarte mich als kassenzugelassene ärztliche Psychotherapeutin aufsuchen. Kosten entstehen Ihnen bei einer Psychotherapie in der Regel nicht.

Sind Sie bei einer privaten Krankenkasse versichert und/oder beihilfefähig, so wird die Therapie in der Regel übernommen, jedoch abhängig von dem Vertrag des Versicherten mit der Krankenversicherung. Teilweise werden pauschal 20 oder 30 Sitzungen pro Jahr bewilligt oder es wird nach Einholen eines Gutachtens eine bestimmte Anzahl von Sitzungen genehmigt.